Gabriele Kleefeld hat eine unorthodoxe Maltechnik entwickelt:
Sie „tanzt“ ihre Bilder. Schon während ihres Studiums an der Stuttgarter Kunstakademie schuf sie diese neuartige Form der Maltechnik, bei der die Besonderheiten und Stärken der beiden Kunstformen Malerei und Tanz zu ausdrucksvollen, farbkräftigen Kompositionen verschmelzen.
Dabei geht es Gabriele Kleefeld nicht um performanceartige Aktionen oder um die illustrative Umsetzung eines bestimmten Tanzstils. Tanz versteht sie in seiner ursprünglichen Form: als Ausdruck von Integration und Transformation grundlegender menschlicher Erfahrungen.
Dies übersetzt sie in einen malerischen Prozess, bei dem die Dynamik und der Rhythmus ihrer Körperbewegungen in der Farbe ein wesentliches Gestaltungsmittel sind. So bestimmen spontane Elemente (Rhythmus, Bewegung, Dynamik) und konzipierte Elemente (Farbe, Komposition, Material) das künstlerische Ergebnis.
„Wenn sich die Farbmassen in einen leuchtenden Farbstrudel ergießen und unerwartet der Abdruck eines Fußes sein Recht als gegenständliches Motiv einfordert, entpuppt sich das Chaos selbst letztlich als Ordnung – und umgekehrt. Diese Schlaufe von rauschhafter Unabhängigkeit und kosmischer Schönheit ist deshalb ein Gebilde, das jenseits oder diesseits des Modernismus liegt.“
aus Dr. Günter Baumann, Poetische Urknallmelodie,
Ausstellungskatalog 1994.
Beispiele meiner Getanzten Malerei finden Sie unter Galerie

